MINT am Gymnasium Kirchheim

 

 

Unsere MINT-Angebote entfaltet sich in vier Kategorien/Säulen:

  • Unterrichtliche MINT-Förderung,
  • MINT-Förderung durch Zusatzangebote und
  • MINT-Förderung durch Wettbewerbe und
  • Individuelle MINT-Förderung.

Die Schwerpunktsetzung im MINT-Bereich am Gymnasium Kirchheim geht vom Gedanken der individuellen Förderung von Talenten aus. Unser Handeln ist geleitet von dem Ziel, unseren Schülerinnen und Schülern individuelle Lebenschancen und faszinierende Berufsfelder zu erschließen, gründet sich in gleicher Weise aber auf der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, Nachwuchs für die MINT-Berufe zu gewinnen. Das Finden der Talente geschieht dabei sowohl systematisch als auch durch individuelle Beobachtung.
Die Maßnahmen gliedern sich in folgende Bereiche:

1. Unterrichtliche MINT-Förderung

  • In Mathematik festigen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7 ihr Grundwissen durch regelmäßige Wochenwiederholungen. Ein gemeinsamer Grundwissenstest am Schuljahresende bildet die vierte Schulaufgabe.
  • In der Jahrgangsstufe 5 wird das Fach Natur und Technik in kleineren Lerngruppen unterrichtet. Dies ermöglicht ein intensives experimentelles Arbeiten und weckt von Anfang an die Begeisterung für die Naturwissenschaften.In den Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 werden die Übungen in den Fächern Physik und Chemie geteilt. Die Schülerinnen und Schüler haben so Gelegenheit, vertieft experimentell zu arbeiten und für die Naturwissenschaften zu begeistern.
  • Im „Pluskurs Mathematik“ der 6. Jahrgangsstufe arbeiten besonders interessierte und motivierte Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen nach dem Drehtürmodell. Dabei beschäftigen sie sich über den Lehrplan hinaus mit anspruchsvollen mathematischen Fragestellungen und vertiefen ihr Verständnis für das Fach.
  • Im Bereich der Naturwissenschaften wird besonderes Augenmerk darauf gerichtet, sämtliche Lehrplanalternativen anzubieten. Das Angebot wird rege angenommen und hilft vielen Schülerinnen und Schüler über die Schwelle, in der Oberstufe eine Naturwissenschaft zu wählen.
  • DELTAplus, Cluster-Werkstatt und QuaMath sind schulübergreifende Netzwerke und Austauschplattformen für Lehrkräfte der MINT-Fächer. In regelmäßigen Sitzungen werden gemeinsam neue Unterrichtsmaterialien und -methoden entwickelt, erprobt, reflektiert und mit Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen diskutiert. Dadurch fließen vielfältige Erfahrungen und bewährte Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Schulkontexten in die eigene Unterrichtsentwicklung ein. Seit vielen Jahren engagieren sich Mitglieder der Fachschaften Mathematik, Physik und Chemie in diesen Netzwerken intensiv für die Weiterentwicklung der Unterrichtsmethodik und den fachlichen Austausch über die eigene Schule hinaus.
  • Der Besuch außerschulischer Lernorte ist ebenfalls ein zentrales Instrument. Die Aktivitäten sind eng verknüpft mit der Schulpartnerschaft der Siemens AG und der intensiven Zusammenarbeit mit der TU München. Folgende Lernorte werden besucht:

           •    Mathelabors „ix-quadrat“
           •    Google „Open Roberta“
           •    Besucherlabor des Deutschen Museums (Gentechniklabor)
           •    TUM Science Labs (zahlreiche physiknahe Experimente)
           •    TUMlab (physik- und techniknahe Experimente)
           •    ITüpferl (Informatikmuseum und –labor –> aktuelle Forschung)
           •    Schülerkongress der TUM (Austausch über W-Seminararbeiten)
           •    DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen (physik- und techniknahe Experimente)
           •    Mathematikum – Mathematik zum Anfassen (interaktive Mathematik)
           •    Kernkraftwerk Isar II
           •    Besuch des Forschungsreaktors Garching (Neutronenquelle)
           •    Gewässergüteuntersuchung
           •    Boden-Feld-Untersuchung

 

2. MINT-Förderung durch Zusatzangebote

Über den Pflichtunterricht hinaus, in dem Biologie, Physik und Chemie intensiv auf das Schülerexperiment setzen, wurden folgende Maßnahmen zur Stärkung der Praxisorientierung im MINT-Wahlunterricht ergriffen:

  • „Forscherwerkstatt“: Es wurde eine am forschenden Experiment orientierte naturwissenschaftlich Arbeitsgruppe eingerichtet, die bereits in der Jahrgangsstufe 6 einsetzt, eng mit den Wettbewerben „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ verzahnt ist, aber nicht ausschließlich diesen zuarbeitet.
  • Der Makerspace unserer Schule ist ein lern- und handlungsorientierter Raum, in dem Schülerinnen und Schüler technische, kreative und problemlösende Kompetenzen erwerben. Im Mittelpunkt steht das entdeckende Lernen, bei dem Ideen von der Planung über das Experimentieren bis zur Umsetzung eigenständig realisiert werden. Die Makerspace-Stationen umfassen:
    •     Lasercutter (Entwurf, Materialkunde, Sicherheit, einfache Projekte)
    •     3D‑Druck (Konstruktion, Druckverfahren, Prototyping)
    •     Robotik (LEGO‑Robotik, Arduino, Programmierung und Sensorik)
    •     Elektronik (Grundlagen der Elektrotechnik, Stromkreise, Löten)
    •     Forscher‑Station (experimentelles und naturwissenschaftliches Arbeiten)
  • Wettbewerbe „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“: Zu diesen Wettbewerben wurde eine unterstützende Arbeitsgruppe eingerichtet, in der von Beginn an Grundtechniken des Experimentierens und Entwickelns vermittelt werden. Die Arbeit wird durch Preise, die unsere Schülerinnen und Schüler gewinnen, bestätigt.
  • AG Schulgarten: Der von Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums angelegte Schulgarten wird von der AG betreut. So werden ihnen praktische Arbeitsweisen der Biologie nähergebracht.
  • Der Wahlkurs Imkerei kümmerst sich um die Bienenvölker auf dem Schulgelände.
  • Robotik-Kurse: Das attraktive Thema Robotik nimmt an unserer Schule immer breiteren Raum ein. Neben den Robotik-Angeboten im Makerspace findet regelmäßig im Rahmen des Netzwerks MINT an den Projekttagen ein zweitägiger Programmierkurs für Roboter statt. In jüngerer Zeit tritt hierzu eine Zusammenarbeit mit IBM, die an der Schule entsprechende Kurse durchführt.
  • Chemie- und Physikshow: Am jährlichen Schnuppernachmittag führen Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe in beiden Fächern effektvolle Experimente vor.
  • Auch im P-Seminar finden ständig praxisorientierte Projekte in den MINT-Fächern statt; so wurden z.B. in den letzten Jahren der Schulgarten und der Schulteich angelegt und die Website von Schülern erstellt.
  • Schach am GyKi: Seit 2015 engagieren sich Schülerinnen und Schüler im Wahlkurs Schach und nehmen inzwischen recht erfolgreich an regionalen und überregionalen Turnieren teil.
  • Netzwerk MINT
    Das "Netzwerk MINT" ist eine Organisations- und Kommunikationsstruktur, die sich zum Ziel gesetzt hat, fach- und jahrgangsstufenübergreifend alle Schülerinnen und Schülern der 8. bis 11. Klassen, die an den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik besonders interessiert sind, zu unterstützen.
    Das Netzwerk dient dabei vorrangig der Kommunikation der Beteiligten untereinander, der effizienten Weitergabe der zahlreichen Informationen, die die Schule ständig erreichen, der Information über und der Unterstützung bei Wettbewerben und der Organisation thematisch passender Veranstaltungen. Es versteht sich als Teil der Individual- und Spitzenförderung der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Kirchheim.

3. MINT-Förderung durch Wettbewerbe

Wir fördern die Teilnahme an einer breiten Palette von MINT-Wettbewerben, die sowohl leistungsstarke Schülerinnen und Schüler als auch interessierte Lernende aller Leistungsniveaus ansprechen. Dazu gehören insbesondere:

  • Mathematik: Mathematik-Olympiade, Landeswettbewerb Mathematik Bayern, Känguru-Wettbewerb, Mathematik ohne Grenzen
  • Naturwissenschaften: Jugend forscht / Schüler experimentieren, Experimente antworten
  • Informatik: Informatik-Biber, Jugendwettbewerb Informatik, Bundeswettbewerb Informatik

Dabei achten wir auf ein ausgewogenes Angebot aus Breiten- und Spitzenwettbewerben sowie auf die Berücksichtigung unterschiedlicher MINT-Fachrichtungen.

 

4. Individuelle MINT-Förderung

In der Säule der individuellen MINT-Förderung besteht grundsätzlich die Möglichkeit des Frühstudium Informatik an der TUM sowie der Studienmöglichkeiten Mathematik, Physik und Jura an der LMU. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Teilnahme an den MINT-EC-Ferienakademien und weiterer MINT-EC-Angebote für interessierte Schülerinnen und Schüler. Nach der positiven Teilnahme an verschiedenen MINT-EC-Veranstaltungen können die Jugendlichen ein MINT-EC-Zertifikat erhalten.

5. Berufsorientierung

  • begabten Schülerinnen und Schülern ab der Oberstufe die Möglichkeit, reguläre Vorlesungen und Praktika in den Bachelorstudiengängen Informatik, Games Engineering, Wirtschaftsinformatik und Bioinformatik zu besuchen.
  • Projekt Unitag: LMU und TUM bieten als Instrument der Exzellenzförderung sehr begabten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ein Semester lang jeden Freitag besondere Angebote für Hochbegabte aus verschiedenen Fachbereichen wahrzunehmen. Seit vielen Jahren nehmen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Kirchheim daran teil.

 

Alle Aktivitäten der Schule und somit auch diejenigen im MINT-Bereich werden im Rahmen des Qualitätsmanagements nach dem EFQM-Modell, das die Schule aktuell bereits zum vierten Mal durchführt, unter Beteiligung von Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schüler systematisch auf Stärken und Verbesserungsbereiche hin analysiert, dabei auftretende Schwächen priorisiert und nach dieser Rangliste minimiert bzw. behoben. Das hierbei entstehende Kursbuch stellt jeweils unser Praxishandbuch für die nächsten vier Jahre dar. Der MINT-Bereich ist somit homogen in die Schulentwicklungssystematik am Gymnasium Kirchheim eingebettet. Dem steten Ausbau der Schulpartnerschaften mit externen Partnern liegt im Kern ein über EFQM vor Jahren erkanntes Defizit zu Grunde. Neben der TU-München und der Siemens AG, die bereits oben genannt wurden, ist der Bildungspakts Bayern einer unserer stärksten langjährigen Partner (Modusschule, HoriZONTec-Modellversuchsschule, isi-Schulinnovationspreisträgerschule 2006 und 2014), der eben auch im MINT-Bereich wirksam wird.
Erkennbar ist, dass - bei aller Bedeutung, die einzelne für das Gelingen haben - die Schwerpunktsetzung im MINT-Bereich am Gymnasium Kirchheim ein integraler Bestandteil des Selbstverständnisses der Schule ist, im Fokus des systematischen Weiterentwicklungsprozesse der Schule steht und von einer hohen Akzeptanz der gesamten Schulfamilie geprägt ist. Mit der Auszeichnung "MINT-freundliche Schule" seit 2014 der Vollmitglied im MINT-EC-Netzwerk seit 2016 wurde unser Engagement in diesem Bereich belohnt.