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Szenisches Lernen

Szenisches Lernen
Bild: Robert Grimbs

Am 23. Oktober fand für die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Oberbayern Ost eine eintägige Regionale Fortbildung im Szenischen Lernen statt. Am Vormittag tauschten sich die Multiplikatorenteams über die Referendarsausbildung im Szenischen Lernen aus. Es ging unter anderem darum, wie die zweitägigen Kurse in Unterhaching und Kirchheim gestaltet werden und welche Möglichkeiten es gibt, wieder mehr Seminarschulen von der zweitägigen Schulung ihrer Referendare zu überzeugen. Die Evaluation der Kurse jedenfalls ergibt eindeutig ein positives Wahrnehmen der Methode.

Am Nachmittag kamen die Multiplikatoren selbst in den Genuss, Input von außen in Person von Frau Annette Hallström zu erhalten. Frau Hallström war jahrelang im Improvisationstheater TATwort aktiv und gibt nun selbständig Workshops. Mit viel Spaß durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Wirksamkeit der Methode wieder einmal selbst am eigenen Leib erfahren. Dabei wurde das Repertoire an Spielideen um einige Varianten bereichert.

Szenisches Lernen als Unterrichtsmethode – was ist das genau? Wagen wir eine Definition:

„Das Szenische Lernen ist eine ganzheitliche, schüleraktivierende Unterrichtsmethode, die in einem ästhetisch gestaltenden Spiel mit dem gesprochenen Wort und/oder dem Körper einerseits nachhaltig Lerninhalte vermittelt, andererseits auch positive emotionale und gruppendynamische Prozesse auslöst.“

Möglichst viele Schülerinnen und Schüler gleichzeitig aktivieren und dabei Lerninhalte im Unterricht lernen ist das Ziel. Der Methode immanent ist in jedem Fall, dass die Emotion im Vordergrund steht, die positive Atmosphäre als Grundlage allen Lernens erzeugt. Einher geht die körperliche Bewegung meist im Zusammenspiel mit der Stimme.

Szenisches Lernen beruht v.a. auf drei Säulen:

Wir sind eine Gruppe

Emotion vor Analyse

Drillschule ohne Drill

 

Eine Atmosphäre für fruchtbares Lernen schaffen.

 

 

Emotional-ganzheitlicher Zugang zu (literarischen) Texten

 

Lernen durch Rhythmisierung und Wiederholung

Am 5.12. und 7.12. nahmen insgesamt 24 Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichster Fächerkombinationen sowie der Jugendsozialarbeit an der schulinternen Fortbildung teil und ließen sich von Herrn Heidemann und Frau Nürnberger in die verschiedenen Facetten des Szenischen Lernens einführen.

Gleich nach dem ersten Tag – so erklärten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer – seien bereits die ersten Einheiten im Unterricht ausprobiert worden.

Ich glaube, dass ich für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagen darf, dass wir als Gruppe bei der SchiLf viel Spaß hatten, was sicher einerseits an der Methode liegt, aber  auch an der kompetenten und  authentischen Vermittlung durch Herrn Heidemann sowie an den tollen Kolleginnen und Kollegen!

Wir sind nun gespannt auf den vielfältigen Einsatz im Unterricht und den gegenseitigen Austausch.

Lilly Nürnberger

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