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Schule der Vielfalt

„Schon wieder ein Schild, nur bisschen Plastik…?“

Mit diesen leicht provokanten Worten wurden die Schüler*innen der Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 am Montag, den 22.07., von Frau Haass-Pennings (Religionslehrerin am GyKi) zum Nachdenken angeregt, doch warum?

Unsere Schulfamilie zeigt – wie auch die Gesellschaft insgesamt -  eine große einzigartige Vielfalt, sei es die Körpergröße, Hobbies, Hautfarbe oder auch die sexuelle Orientierung. Deshalb gilt es für uns alle, diese vielfältigen Persönlichkeiten entsprechend wahrzunehmen, ihnen dabei zu helfen, sich zu entfalten, aber natürlich ebenso dabei zu unterstützen, auf Gleichgesinnte zu treffen. Man soll schließlich nicht die ganze Schulzeit durchlaufen in dem Glauben, man sei völlig allein auf der Welt.

Anknüpfend an das europäische Erasmus+-Projekt „Homo´poly“ (siehe weitere Artikel auf der Homepage) trat das Gymnasium Kirchheim im Mai anlässlich der Homo`poly – Abschlusskonferenz dem Netzwerk „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie“ bei und geht damit als Schulfamilie eine Selbstverpflichtung ein, die von allen drei Gremien (Schülervertretung, Elternbeirat und Lehrkräfte) unterzeichnet wurde.

Als sichtbares Zeichen dieses Auftrags hängt nun ein Schild an der Wand, das deutlich mehr ist als „a bisserl Plastik“. Es soll uns täglich aufmerksam machen, offen und achtsam mit unseren Mitmenschen umzugehen, Verschiedenartigkeit zu achten und sexuelle Orientierung nicht zu tabuisieren.

Warum dies so wichtig ist, dazu haben die eingeladenen ehemaligen Schüler*innen Verena , Niklas  und Simon sehr ehrlich und ergreifend aus ihrer ganz persönlichen Erfahrung an unserer Schule berichtet. Keiner soll sich in Zukunft allein gelassen fühlen.

Der Schulleiter, Herr Wermuth, griff am Ende der Veranstaltung diesen Auftrag in einem Zitat von Theodor W. Adorno auf: „Die Wertschätzung von Vielfalt bedeutet, ohne Angst verschieden sein zu können.“ Dies sei die Voraussetzung für ein demokratisches, friedliches und tolerantes Miteinander.

Es ist die Aufgabe eines jeden Einzelnen in unserer Schulfamilie, Akzeptanz und Toleranz täglich aufs Neue zu leben und Vielfalt einen Platz zu geben.

Dank gilt an dieser Stelle Frau Haass-Pennings, Frau Kapfelsperger, Herrn Aigner (Lehrer am GyKi, im Moment abgeordnet an das KM) für die Vorbereitung der Veranstaltung sowie unseren ehemaligen Schüler*innen für ihren mutigen und beeindruckenden Beitrag.

C. Kapfelsperger, L. Nürnberger

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