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„Meta Learning and Thinking Skills“ in Rekjavik Mai 2017

Dieser Kurs hatte das Ziel, ein denkendes  Klassenzimmer zu entwickeln, in dem ganzheitliche, empathische, kritisches und kreatives Denken möglich wird. Verschiedene Modelle und Methoden wurden vorgestellt, die unseren Schülern selbstorganisiertes Lernen möglich machen sollen und ebenso das Denken „outside the box“. Die Schüler sollen sich ihre Denkprozesse bewusst machen und so ihr Lernen und Denken steuern können.

Eine recht einfache Methode konnte Frau Hammerer, die diesen Kurs im Rahmen von Erasmus besuchte, gleich im Probeunterricht bzw. in der Wochenplanarbeit konkret umsetzen. Die „Bären von Meichenbaum“ sollen den Schüler in vier Schritten durch die an ihn gestellten Anforderungen führen und es ihm ermöglichen, Arbeitsaufträge selbstständig und korrekt zu erledigen. Die vier Schritte lauten: Was muss ich tun? Wie muss ich es tun? Ich tue es. Ich überprüfe, was ich gemacht habe.

Auch bereits in  Island konnten  erworbene Methoden in der Grundschule - in Island von Klasse 1.- 8. – Porlakshöfn umgesetzt werden. Dreißig europäische Lehrer besuchten die Schule und bekamen das Vertrauen der Direktorin Frau Johannsdottir, jeweils zu zweit eine Unterrichtsstunde in einer Klasse zu halten. Mit einer Kollegin aus Belgien hatte Frau Hammerer eine Stunde zum kreativen Denken und Schreiben in einer 8.Klasse vorbereitet und machte dabei die Schüler mit den Methoden  SCAMPER (Substitute, Combine, Adapt, Modify, Put to another use, Eliminate, Reverse) und Starbursting  (ein Stern, mit den bekannten W-Fragen) bekannt, um ein Filmmanuskript zu erstellen. Dieses Unterrichten mit hochmotivierten Schülern, die viel Spaß bei der Sache hatten und die - wenn auch sehr knappe Konzepte - zum Thema Helden entwickelten, war auch für die Lehrer sehr motivierend.

Methoden wie diese oder andere wie z.B. O.P.V. (Other People´s View) oder die sechs denkenden Hüte sollen dabei helfen, Ideen zu generieren, Perspektiven zu wechseln, neue originelle Konzepte zu entwickeln und diese auch auszuarbeiten. Bei jeder kreativen Arbeit ist darauf zu achten, dass ein Wert dahinter steht.

Neben dieser sehr konkreten Anforderung an die Kursteilnehmer, eine Schulstunde vorzubereiten, wurde viel theoretisches Wissen vermittelt z.B. darüber,  wie unser Gehirn funktioniert, welche Mythen darüber sich hartnäckig halten und welche Denkmodelle entwickelt wurden. Am letzten Kurstag formulierte jeder Teilnehmer seine Vision einer Schule in der Zukunft. Für Frau Hammerer die Idee, ihre Schüler zu kreativen Denkern, die „outside the box“ denken, zu erziehen und damit auch zu Schülern, die sich ihres Wertes bewusst sind und gerne lernen und denken.

Neben der Wissensvermittlung konnten auch Kontakte zu anderen europäischen Lehrern geknüpft werden. Ein Projekt mit einer französischen, englischen und belgischen Schule zu dem Thema „No more Wars“ ist angedacht und soll mit einer gemeinsamen Schüleraufführung aller beteiligten Schulen enden.

Frau Hammerer für das Erasmusteam

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