Bildungs- und Erziehungspartnerschaft am GyKi

A: Leitsätze: festgelegt in Vision und Schulvereinbarung

  • Das Gymnasium Kirchheim ist eine lebendige und offene Schule, in der Schüler, Eltern, Lehrer und Mitarbeiter in partnerschaftlicher Zusammenarbeit die gemeinsamen Ziele verfolgen. Respekt und Toleranz prägen den Umgang miteinander
  • Eltern und Lehrer nehmen den Erziehungsauftrag gemeinsam wahr und wissen um ihre Vorbildfunktion.
  • Lehrer und Eltern begegnen sich vorurteilsfrei und zeigen sich gesprächsbereit. Sie arbeiten bei der Erziehung der Kinder vertrauensvoll zusammen. Dies gilt auch im Konfliktfall.
  • Die Erledigung der Hausaufgaben liegt auch im Verantwortungsbereich der Eltern.

B: Schulspezifische Gegebenheiten

Das Gymnasium Kirchheim, das 1982 gegründet wurde, ist ein naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium. Derzeit besuchen ca. 1280 Schülerinnen und Schüler das Gymnasium, die von 125 Lehrkräften in jeweils 5-7 Parallelklassen bzw. Parallelkursen in der Oberstufe unterrichtet werden. Träger der Schule ist der Zweckverband weiter führender Schulen im östlichen Landkreis München, dem die Gemeinden Kirchheim, Aschheim und Feldkirchen angehören. Die Zusammenarbeit Gymnasium und Zweckverband ist sehr kooperativ und wertschätzend, ebenso die Zusammenarbeit innerhalb der Schulfamilie. Die Schule hat einen gebundenen Ganztagszweig (je eine 5. und 6. Klasse) und ein Offenes Ganztagesangebot. Das Kernstück der Qualitätssicherung am Gymnasium Kirchheim bildet das EFQM-Qualitätsmanagement-Modell, nach dem die gesamte Schulfamilie (Lehrer, Eltern, Schüler, Mitarbeiter) in enger Zusammenarbeit alle vier Jahre eine Selbstbewertung durchführt und so die Ziele und die Erreichung der Ziele gemeinsam festlegt.

C: Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung einer differenzierenden Elternarbeit

Qualitätsbereich Gemeinschaft

Ziele:

  • Alle Schüler, Eltern und Lehrer fühlen sich an der Schule willkommen.
  • Eltern, Lehrer und Schüler tragen gemeinsam zur Gestaltung der Schule als Lebensraum bei und verfolgen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit die gemeinsamen Ziele

Maßnahmen:

Willkommenskultur und Eingewöhnung der neuen 5. Klässler

  • Zur Einschreibung erhalten die Eltern eine Begrüßungsmappe mit allen wesentlichen Informationen und Vereinbarungen, wie z.B. Absenzenregelung, Pädagogischer Konsens, etc.
  • Die Klassenbildung der 5. Klassen erfolgt in pädagogischer Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Am ersten Schultag werden die neuen Schüler in der Aula begrüßt und bekommen ein als Begrüßungsgeschenk einen Schlüsselanhänger mit dem Datum des Eintritts in die Schule. Der Elternbeirat bewirtet die Eltern mit Kaffee und ist als Ansprechpartner ebenso da wie die Schulleitung.
  • Die Tutoren erleichtern den Schülern die Eingewöhnung in den gemeinsamen Tutorenstunden. Am ersten Klassenelternabend stellen sich die Tutoren den Eltern vor und informieren über ihre Arbeit.

 Informelle Kontakte

  • Am Schuljahresende feiert die Schulfamilie das Sommerfest , das von Elternbeirat und SMV mit Unterstützung der Schulleitung ausgerichtet wird. Bereits im Vorfeld gibt es zahlreiche Kontakte.
  • Die Tutoren gestalten die Nikolausfeier der 5. Klassen mit Eltern, Schülern, Lehrern.
  • Eine schöne Tradition ist die Bewirtung der Lehrer durch den EBR nach den Elternsprechtagen. Hervorzuheben ist dabei die liebvolle Zusammenstellung der selbst gemachten Speisen und das schöne Arrangement in entspannter Atmosphäre.
  • Der Kontakt mit Eltern findet sich in einer Vielzahl an Konzerten und Theaterabenden am GyKi.

Eigener Raum für den Elternbeirat wird als sehr positiv und wertschätzend empfunden.

Eltern fungieren bei Vorlesewettbewerben auch immer wieder als Jury.

Klassenelternabende werden gemeinsam gestaltet von Schülern, Lehrern und Eltern.

Qualitätsbereich Kommunikation

Ziel:

Lehrer und Eltern begegnen sich vorurteilsfrei und zeigen sich gesprächsbereit. Sie arbeiten bei der Erziehung der Kinder vertrauensvoll zusammen.

Maßnahmen:

  • (Telefon)Sprechstunde auch nach Vereinbarung
  • E-Mail über Sekretariat, die kommunikative Schnittstelle mit sehr großer Verlässlichkeit oder direkt an Lehrer
  • Elternstammtische (v.a. in der Unterstufe)
  • Monatliches Rundschreiben (digital)
  • Institutionalisiertes pädagogisches Gespräch nach dem 2. Verweis => Rückmeldung
  • Wahl von Klassenelternsprechern => Mailverteiler mit Elternkontakten
  • Zwei Klassenelternsprechersitzungen im Jahr mit Schulleitung
  • Alle ca. sechs Wochen Elternbeiratssitzung mit SL, aber auch engmaschiger Kontakt bei spontan notwendigen Themen
  • Aktualisierte Homepage
  • Offene Türen im Direktorat
  • Angebot der Schulpsychologie über Mail
  • Mailerreichbarkeit des EBR , aber auch per Telefon (Nummern auf Homepage veröffentlicht)
  • EBR ist bei allen Schulinfoveranstaltungen mit einem Infostand vertreten, so auch beim Schnuppernachmittag der 4. Klässler
  • Zwei ausführliche Elternbriefe pro Jahr von EBR an alle Eltern
  • Vertretungsplan online
Qualitätsbereich Kooperation

Ziele:

Lehrer und Eltern verfolgen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit die gemeinsamen Ziele, nehmen den Erziehungsauftrag gemeinsam wahr und wissen um ihre Vorbildfunktion. Die Erledigung der Hausaufgaben liegt auch im Verantwortungsbereich der Eltern

Maßnahmen:

  • Der Pädagogische Konsens legt fest, dass nach dem 2. Verweis ein institutionalisiertes pädagogisches Gespräch mit Eltern, Lehrer und Schüler stattfindet, um gemeinsam den Erziehungsauftrag wahrzunehmen und nach Lösungen für die Probleme suchen.
  • Geschätzt wird das Programm „2gether“ (Lehrermentorensystem) für Schüler der Mittelstufe, die Unterstützung brauchen. Diese erfolgt in Kooperation mit den Eltern.
  • Die Lehrkräfte des GyKi zeichnet aus, dass sie den Schüler im Blick haben und frühzeitig bei schulischen wie persönlichen Problemen der Schüler intervenieren (Rückmeldesystem „Pädagogischer Konsens“, Hausaufgabenliste, etc.) Die zahlreichen Beratungsangebote von Seiten der JSA, Schulpsychologie, Beratungslehrkraft und Schulleitung ermöglichen eine intensive Beratung von Eltern und Schülern.
  • Mitglieder des Sozialen Netzwerks (JSA, Schulpsychologie, Verbindungslehrer, Beratungslehrkraft, Mitglied der Schulleitung) sind Anlaufstelle für Schüler und Eltern, die Unterstützung brauchen. Durch die enge Vernetzung werden Problemfälle früh erkannt.
  • Das Hausaufgabenkonzept (Jg. 5-8) ist im Offenen Schulforum abgestimmt worden.
  • Es finden gemeinsame themenspezifische Elternabende (z.B. Mobbing, digitale Medien ..) und Workshops (Medienerziehung) statt
  • Der Kontakt zur Natur Talent Stiftung der Sparda Bank kam über einen Kontakt des EBR zustande. So kommen ca. 80 Schüler der Oberstufe pro Jahr in den Genuss, kostenfrei ihre Talente zu entdecken.
  • Der EBR unterstützt finanziell Projekte der Schule, die der gesamten Schülerschaft zu Gute kommen.
  • Etabliert ist auch ein Elternmentorensystem.
Qualitätsbereich Mitsprache

Ziel:

Eltern, Lehrer und Schüler arbeiten zusammen an der Entwicklung des Schulprofils und des Schulprogramms.

Maßnahmen: Gemeinsam Schule gestalten

  • Elternbefragungen (alle 4 Jahre im Rahmen des EFQM-Prozesses; geplant: alle zwei Jahre)
  • Elternevaluation des Gebundenen Ganztagesangebotes
  • Zwei Lehrerkonferenzen im Jahr werden als erweitertes Schulforum abgehalten, bei der die SMV und Vertreter des EBR sowie die Vertreterin aus dem Zweckverband Frau Pirzer anwesend sind. In diesen Sitzungen gibt es Abstimmungen über zahlreiche Maßnahmen (Hausaufgabenkonzept, Methodencurriculuim - Präsentieren, Leistungserhebungen …)
  • Im EFQM- Prozess der Schule , der alle vier Jahre stattfindet, arbeiten Lehrer, Eltern, Schüler eng zusammen: Eltern arbeiten mit
  • in Kriterienteams zur Definierung des IST-Standes und zur Identifikation von Stärken und Verbesserungsbereichen
  • Priorisierung der Verbesserungsmaßnahmen durch EBR und KES
  • in den Projektgruppen zur Entwicklung und Umsetzung von konkreten Maßnahmen (Beispiel „Wertvolles GyKI“ – Prio 1)
  • Das Fahrtenprogramm wurde miteinander entwickelt und adaptiert.
  • Gemeinsame Fortbildungen finden statt: z.B. zum TCE-Forum
  • Die Eltern fungieren auch als Ideengeber, um Schule weiterzuentwickeln (z.B. Mathe-Gym) und treffen dabei auf einen offenen Schulleiter, der auch offen für unkonventionelle Ideen ist.

D: Qualitätssicherung

An unserer Schule ist EFQM als Qualitätsmanagement installiert. Im Rahmen der dabei durchzuführenden regelmäßigen internen Evaluationen finden neben den Schüler- und Lehrerumfragen auch Elternumfragen statt.

Dabei werden die im Schulspezifischen Qualitätsverständnis verankerten Punkte evaluiert.

  • Vierjährige Interne Evaluation nach dem EFQM – Modell => Entwickeln von Maßnahmen und Umsetzung
  • Jährliche Schülerbefragung
  • Evaluation und Auswertung von Einzelmaßnahmen (z. B. Ganztag, Laptopklasse)
  • Fortschreibung der bestehenden Konzepte auf Grundlage der Rückmeldungen
Auszug aus Maßnahmenkatalog der Priorisierungsliste aus der 4. EFQM-Runde:
Platz Verbesserungsmaßnahme
24 chwierigkeiten beim Übertritt werden zum Halbjahr in den 5. Klassen evaluiert (Schüler, Eltern, Lehrer).
39 Es wird eine Regelung getroffen, wie in unserer Schule eine systematische Medienerziehung durchgeführt wird.
73 Es wird nach einer Regelung gesucht, ob und wie Eltern eine umfassende Übersicht über den Leistungsstand ihres Kindes vor Elternsprechtagen bekommen.
87 Es wird eine Regelung getroffen, wie bei der Planung sozialer und kultureller Aktivitäten die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Schulgemeinschaft berücksichtigt werden und wie durch gemeinsame Veranstaltungen und Unternehmungen (Besuche von Theatern, Ausstellungen und Konzerten u. a.) das soziale und kulturelle Zusammenhörigkeitsgefühl gestärkt wird.
95 Es wird eine Regelung getroffen, wie Erfahrungen in (internationalen) Austauschmaßnahmen und in der Wirtschaft gesammelt und weitergegeben werden.
110 Es wird eine Regelung getroffen, wie ein regelmäßiger Austausch mit der Arbeitswelt stattfinden kann.
120 Es wird eine Regelung getroffen, wie die Zufriedenheit der Eltern mit der Behandlung von Beschwerden erhöht werden kann, z. B. durch zeitnahe Behandlung und Rückmeldung (ggf. Zwischenbescheid) in jedem Fall.
122 Es wird eine Regelung getroffen, wie die Mitarbeiter- und Elternbefragung (häufiger) durchgeführt werden.